Osteopathie

Nachdem  ich einige Jahre Akupunktur gemacht habe, hatte ich das Gefühl, ich möchte noch eine bessere Verbindung zum Pferd aufbauen , außerdem ist es manchmal schwer Blockaden über Akupunktur zu lösen. Ich habe mich dann der Osteopathie zugewandt, die meine Art zu behandeln deutlich verbessert und verfeinert hat. Ich habe gelernt zu fühlen, was im Körper passiert, wenn man eine Nadel setzt. Man kann unmittelbar erfühlen, wie sich der Energiefluss in Bewegung setzt. Osteopathie bedeutet nicht einfach bestimmte Techniken erlernen. Für mich ist es eine Philosphie, die meine eigene Entwicklung fordert.
Je mehr ich mich selbst auf den Weg mache, mich selbst zu ergründen, desto feiner wird die Arbeit, desto ursächlicher wird die Behandlung.

Akupunktur und Osteopathie ergänzen sich hervorragend. Beide Systeme  beeinflussen sich gegenseitig.

Es gibt vier verschiedene Teilbereiche der Osteopathie.

  1. Der mechanische oder strukturelle Anteil. Die Wirbelsäule und das Knochengerüst mit seinen Gelenken und Bändern  wird hier im wesentlichen angesprochen. Man kann direkt oder indirekt Blockaden lösen und damit insbesondere den Bewegungsapparat verbessern. Es gibt Blockaden, die über die osteopathische Läsion hinausgehen. Die sind mit Hilfe der Osteopathie nicht mehr zu lösen.
    Dazu gehören massive Arthrosen.

  2. Der Cranio-Sakrale Anteil. Zwischen dem Cranium(Schädel) und dem Sakrum(Kreuzbein)  besteht  eine Verbindung. Sutherland hat herausgefunden, dass sich die Schädelknochen in einem sanften Rhythmus bewegen, sodass sich eine sanfte Welle vom Kopf über das Rückenmark und den Rückenmarkhäuten zum Sakrum erstreckt. Die Bewegung des Sakrums ist rhythmisch, fast wie eine Waage. Die Stärke und Qualität dieses Rhythmus gibt Hinweise zur energetischen Situation des Patienten.  Ein rotiertes Sakrum bewegt sich oft gar nicht mehr und ist ein Hinweis auf eine ISG Blockade (Iliosakralgelenk).

  3. Die Faszien. Die Faszien sind ein kollagenes Bindegewebe, welches alles im Körper überzieht. Die Muskeln, die Organe und die Aufhängung der Organe.
    Der Cranio-sakrale Rhythmus erstreckt sich über die Faszien in den Körper. Die Meridiane verlaufen durch die Faszien. In den Faszien sind die Emotionen gespeichert.

  4. Viscera- die Organe. Jedes Organ hat eine eigene Bewegung, die man osteopathisch erfühlen und beeinflussen kann. Die Niere z.B. bewegt sich 600m am Tag. Tut sie das nicht , verkümmert sie. Auch beim Pferd kann man die Organe beeinflussen.